Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention

Anlässlich meines Stipendiums „Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention“ präsentierte ich eine Lichtvitrine im Stadtmuseum Halle.

Neben Offiziellen der Stadt waren auch viele geladene Gäste bei der Vernissage anwesend und konnten sich von der hohen Qualität und künstlerischen Vielfältigkeit der Ausstellung überzeugen.

Sehen Sie hier eine Auswahl der zahlreichen Abbildungen.

 

Diplominstallation Dialog mit den Toten 2002

Aufbauend auf Platons Höhlengleichnis in dem dieser die Welt als Schattentheater beschreibt…

…entstand die Idee einen solchen Schattenraum zu bauen indem die  Besucher mit den Schattengestalten interagieren sollten.

An die 40 Petroleumlampen kamen zum Einsatz um die Schatten zum leben zu erwecken. Im ersten Raum betrat der der Besucher einen sich nach hinten verengendes Theaterspektakel, hervorgerufen durch allerlei Objekte aus Leder und Holz, die sich hinter dem Vorhang durch das Lodern des Petroleumlichtes bewegten.

Hin zu einem 2. Raum ganz in fluoreszentem Licht getaucht. Mit glitzerndem Kristallsalz auf dem Fussboden und lumineszenten Tafelbildern an der Wand.

 

Kunst des Polygons 2016-17

istvan seide, tafelmalerei auf Holz, 32x35cm,

Wenn man sich für den geometrischen Aufbau von Tafelmalerei interessiert, kommt man an der Kunst des Polygons kaum vorbei.

Dabei kreuzen sich gerade Linien mit der Umrisslinie eines Kreises in rhythmischen Abständen.

Die Verbindungslinien zwischen diesen Kreuzungspunkten ergeben Vielecke, eben Polygone. Der Ursprung des Bildaufbaus ist aber immer ein Kreis, oder mehrere in Beziehung zueinander.

Die Kreislinien könnten auch als Trennung zwischen Innen und Aussen verstanden werden. So beschreiben die Linien, die sie durchkreuzen innen eine regelmässige oder unregelmäßige Figur, ein Polyeder und außen die Atmosphäre um sie herum.

Diese Darstellungsweise, auch befeuert durch die Anlehung an die Technik der alten Meister erinnert stark an die Figurenmalerei der Rennaissance.

Das goldene Rechteck und der goldene Schnitt 2014

Istvan Seidel, Mann und Frau, Tafelmalerei auf Holz,das goldene Rechteck

Das goldene Rechteck entspricht dem Verhältnis der Höhe zur Breite im goldenen Schnitt.

Der goldene Schnitt wiederum ist die Teilung einer beliebigen Strecke genau in dem Verhältnis, daß die größere Teilstrecke zur Kleineren in dem gleichen steht, wie die Größere zur Ausgangs- oder Gesamtstrecke.

Klingt etwas kompliziert, nicht? Und doch ist der goldene Schnitt der kleinste gemeinsame Nenner alles Natürlichen. Wenn man ihn erst einmal verstanden hat, versteht man auch die Zusammenhänge in der Natur und kann diese Prinzipien anwenden, um harmonische Bilder zu gestalten.

Kaum eine Figur bildet den goldenen Schnitt so eindrucksvoll ab, wie das Pentagram. Es steht in der Symbolik mit seiner geraden Zackigkeit für das Männliche, während die Blume des Lebens für das weibliche steht. Der goldene Schnitt fungiert dabei als Vermittler zwischen diesen beiden Parteien.

In dieser Bildserie begegnen sich beide und bilden durch Überlagerung neuartige Übergangsformen.

Blume des Lebens Variationen 2013

Blume des Lebens in violett und Gelb, Tafelmalerei auf Holz, 43x43, Istvan Seidel

Die Blume des Lebens ist die Mutter aller Symbole, das älteste und bekannteste Ornament und die Urform der Geometrie.

Man trifft die Blume des Lebens auf allen 5 Kontinenten, in allen Religionen und Kulturen.

In dieser Serie habe ich mich mit der Blume des Lebens  auseinandergesetzt, sie in verschiedenen Variationen 43x43cm groß auf Holz gemalt, in verschiedenen Maltechniken und Stofflichkeiten.

Die Blume des Lebens bietet eine unendliche Fülle an künstlerischer Inspiration und lässt uns die innere Beschaffenheit des Universums erahnen.

Sie so entstandenen Werke ergeben wurderbare Mandalas im Feng Shui Format 43×43, die sich positiv auf die Raumenergie auswirken.

Kunst der Liebe im Kabinett der Künste 2009

Aufruhr, Lichtmalerei im dunklen Raum von Istvan Seidel, kunst der liebe

Die Beschäftigung mit Ovids „Kunst der Liebe“ habe ich in der Lichtinstallation folgendermaßen thematisiert:

Ein völlig verdunkelter kleiner Raum, die Besucher bekamen bei Eintritt ein kleine LED Taschenlampe gegen einen Pfand ausgehändigt und können sich den Kunstraum so erleuchten.

Dazu liest ein Stimme die Liebesgedichte von Ovid, in denen Formen der Kunst der Liebe poetisch beschrieben werden. Mysteriöse Geräusche aus dem Kosmos sind zu hören.

Im Raum verteilt sind 5 gemalte Augen, umringt von aus Illustrierten abgemalten meist weiblichen Figuren. Im Zentrum ein nicht näher zu identifizierdendes gemaltes Objekt, ein Insekt?!?

In der Mitte des Raumes mehrere Behältnisse aus denen das Licht zu entweichen scheint. In ihnen mehrere persönliche Objekte.

Die Bilder, die Sie unten sehen, kamen zumeist in Langzeitbelichtungsaufnahmen zustande.

Eine für mich äußerst spannende und einmalige Kunstaktion.