Lichtkunstperformance am Schalendom

Das berühmte Planetarium auf der Peissnitz in Halle ‚Siegfried Jähn‘ soll abgerissen werden.

Um das zu verhindern, hat sich ein Arbeitskreis gegründet, ausgehend vom ‚Arbeitskreis Innenstadt‘ kurz AKI.

Der Hintergrund ist der, daß der bekannte Bauingeneur Herbert Müller, oder auch ‚Schalenmüller‘, der sich mit der Schalenbauweise verewigt hat, hier der Stadt Halle ein Denkmal gesetzt hat, das so wohl auf der Welt einmalig ist.

Ich führte eine 10 minütige Lichtkunstperformace im Jahre 2015 auf, die auf meine Entdeckung, der Lichtbrechung durch farbige Halbschatten beruht.

Nur kamen hier 3 bewegte Scheiben zum Einsatz, die sich gegenläufig drehten, mit selbst geschnitzten Holzfiguren.

 

Leider hat sich das Anliegen nicht durchgesetzt, sodaß es bei dem Abriss bleibt. Die Performance bleibt deswegen absolut einzigartig!

Zu bemerken ist, dass es keinen Strom gab, also die Performance nur mit Taschenlampen betrieben wurde. Daß es im Prinzip kein Geld dafür gab und alles in einer kurzen Vorbereitungszeit von weniger als 2 Wochen klappen musste.

Sehen Sie sie hier in voller Länge:

Interessant noch zu erwähnen, daß das Video Knut Müller, der Sohn des Schalemüller filmte, danke an dieser Stelle.

Tage des offene Ateliers 2017 am 16. und 17.9.2017

Einmal im Jahr öffnen die Künstler des BBK ihre Ateliers für Besucher von 11-18 Uhr

 

Warum ich in diesem Jahr an einem so besonderen und außergewöhnlichem Ort, der Kleingartenanlage „Unsere Rast“ in der Ringstrasse 4 in Halle ausstelle, wird im Folgenden erklärt.

In erster Linie geht es um die Verbindung zwischen Natur und Kunst. Beide bedingen sich nämlich gegenseitig. Kunst ohne Inspiration aus der Natur ist nämlich nicht denkbar, wie es auch dieses kleine Gedicht von Goethe ausdrückt:

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.

Es gilt wohl nur ein redliches Bemühen!
Und wenn wir erst in abgemeßnen Stunden
Mit Geist und Fleiß uns an die Kunst gebunden,
Mag frei Natur im Herzen wieder glühen.

So ist’smit aller Bildung auch beschaffen.
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Höhe streben.
Wer Großes will, muß sich zusammenraffen;
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

Zum anderen geht es auch um die Demonstration, dass Kunst nicht nur im klassischen Atelier entstehen kann, sondern der Künstler von heute durchaus in der Lage ist, sich neue Räume zu erschließen und an außergewöhnlichen Orten Inspiration zu suchen.

Und so bin ich in der Tat die meiste Zeit draußen im Garten und beschäftige mich mit der Geometrie des Raumes, und vergleichsweise weniger in meinem 2qm großem Raum an den filigranen Tafelmalereien um Ölschicht über Ölschicht zu hauchen.

In diesem Jahr präsentiere ich aktuelle Tafelmalerei aus den letzten Jahren sowie ganz neue, erst vor kurzem fertiggestellte Arbeiten. Sowie als eine ganz besondere einmalige Gelegeneheit ein neues Lichtkunstobjekt, das so oder in der dieser Form noch nie zu sehen war. Also lassen Sie sich überraschen, viel mehr möchte ich dazu noch nicht verraten, nur daß es sich um eine Form des Unendlichkeitsraumes handelt.

Darüber hinaus möchte ich nach Gelegenheit Kurzvorträge über die Geometrie der Bienen, Raumenergie, sowie Räucherzeremonie der Indianer halten.

Für ganz zeitnahe Informationen folgen Sie meinem Telegram Channel über Kunst

Ich bin für die an beiden Tagen, (Samstag und Sonntag) von 11 bis 18 Uhr anwesend, und freue mich auf interessante und erfrischende Gespräche.

Adresse: Kleingartenanlage „Unsere Rast“, Ringstr 4, Garten Nr 29, (nicht zu übersehen, das ist der einzige Garten mit einem Tipi, in der Mitte der Anlage)

Sehen Sie hier eine Interaktiver Karte bei Google Maps sowie eine Pdf datei mit allen Infos.

Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention

Anlässlich meines Stipendiums „Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention“ präsentierte ich eine Lichtvitrine im Stadtmuseum Halle.

Neben Offiziellen der Stadt waren auch viele geladene Gäste bei der Vernissage anwesend und konnten sich von der hohen Qualität und künstlerischen Vielfältigkeit der Ausstellung überzeugen.

Sehen Sie hier eine Auswahl der zahlreichen Abbildungen.

Beschreibung der Ausstellung

Eigentlich war ein begehbarer oktogonaler Raum geplant, mit verschieden farbigen, mannshohen Wänden und LED durchleuchteten Glasmodellen, wie es die Ideenpräsentation in der Kunststiftung vorsah.

Doch weil die Stadt gerne spart und das zuallererst an der Kunst tut, musste ich meine Idee komprimieren, und einer Glasvitrine von 50x50x210cm anpassen.

Ich hatte also das angepasste Konzept, das den Titel „der Aufstieg der Menschheit“ trug 3 Etagen und 3 Polygonen zugeordnet: zuunterst ein Pentagon, die primitivste von den 3 Formen, ganz in Pechschwarz gehalten, dann auf der 2. Etage ein Oktogon, was später zu einem Endlosraum wurde und zuoberst ein Hexagon, im Gegensatz zu den anderen Figuren in weiß gehalten.

Das oberste Hexagon, was auch am meisten Licht ab bekam, weil es am dichtesten an der Lichtquelle war, stand dann für den möglichen Aufstieg.

Man konnte ganz um die Lichtvitrine herumgehen und sie von allen Seiten betrachten. Von jedem Standpunkt ergab sich eine andere Perspektive auf das Kunstwerk, wie das folgende Video zeigt:

Wenn man durch die spalten des oktogonalen Endlosraumes schaute, sah man einen endlosen Dornenwald mit Holzfiguren und einigen Stein- und Glasobjekten.

Sehen Sie hier die Galerie mit Bildern der Entwurfspräsentation in der Kunststiftung Sachsen Anhalt, die gut ein halbes Jahr vor der Ausstellung im Stadtmuseum Halle stattfand.

Künstler als Gestalter der Welt, Installation im BBKarium Schaufenster

Tragen Künstler Verantwortung in unserer Gesellschaft und wenn ja, dann welche?

BBKarium Schaufenster
BBKarium

Dieser Frage nachzugehen war Inhalt meiner Installationsidee.

Meine Antwort darauf ist: Ja, sie tragen sie, oder sollten es zumindest für transformatorische Prozesse, in erster Linie dafür und eben nicht, wie gemeinhin geglaubt wird, ausschließlich für vermarktbare Ergebnisse, auf das jedoch der Kunstbetrieb meistens die Kunst/Künstler reduziert.

Diese transformatorischen Prozesse sind so etwas wie der Motor unserer Gesellschaft, ohne die die Evolution der Bewußtheit nicht stattgefunden hätte. Der Mensch wäre so zu sagen im Neandertal stehen geblieben.

Das wirft natürlich die Frage auf, was wird hier transformiert und wie lässt sich solch ein Prozeß beschreiben und von einer bloßen Abbildklauberei unterscheiden? Eine der möglicherweise mehreren Antworten könnte lauten: Ein ‚echter‘ transformatorischer Prozeß berührt den abstrakten Kern der Menschheit und bringt Erscheinungen hervor, die so, oder zumindest in diesem Kontext noch nicht gesehen wurden.

Weitere Antworten, oder zumindest Ansätze dafür sollten im Laufe des Entstehungsprozesses der Installation aufkommen und in Gang gebracht werden.“

Konflikte

Das Projekt war natürlich ein gesellschaftliches Experiment. Es hat den Nerv genau getroffen. Die Zahnräder, die sich auf Kopfdruck des Zuschauers drehen sollten, taten es nur bedingt.

Natürlich stand das als Sinnbild für das gesellschaftliche Funktionieren jedes Einzelnen im im allgemeinem und des Künstlers hier im BBK im Besonderen.

Wenn einzelne Zahnräder sich verkeilten oder ausleierten, somit den Betrieb des Getriebes aufhielten und manchmal sogar dazu führten, daß die innere Weltscheibe sich nicht mehr drehte, dann stand das natürlich sinnbildlich für das Nichtfunktionieren bestimmter Mechanismen in unserer Gesellschaft.

Immer wieder musste der Künstler, der ja die Verantwortung für den ganzen Ablauf trug eingreifen, sich mit den gegebenheiten der Mechanik auseinandersetzen und alle möglichen Kniffe und Tricks anwenden, um den Ablauf wieder zu gewährleisten. Nicht immer ist das gelungen und eben diese Demonstration des Gelingens, bzw. Nichtgelinges war die Kernidee der Intstallation.

Man konnte sehr gut beobachten, daß das Getriebe immer genau dann ins Stocken kam, wenn ein einzelnes Zahnrad (es gab große, mittlere und kleine davon) nicht mitmachte. Etwa ein Hinweis auf Egoismen einzelner Individuen, die sagen: „Ohne mich läuft nichts!“ und somit das Zustandekommen von Ereignissen blockieren, die eigentlich Wünschenswert gewesen wären?

Leider hat nicht jeder diesen Zusammenhang verstanden, bzw. verstehen wollen. So musste ich zu meinem Bedauern feststellen, daß die 2. Vorsitzende des BBK entweder zu kopfschwach ist, diese einfache Analogie, mit der sogar Kinder etwas anfangen konnten auf den Verein, in dem es stattgefunden hat zu beziehen, oder schlicht und ergreifend keine Lust dazu hatte.

Es wurde mir vorgeworfen, die Leute wären nicht gekommen, weil mein Thema zu „anstrengend“ wäre.  Ganz so, als ob das Publikum aus dem BBK Umfeld nur „leichte“ Kost erwarten würde.

Wie absurd dieser Vorwurf ist, beweisen folgende Fotos. Es waren nämlich sehr wohl Leute da und zwar mehr als ich erwartet hatte. Und das obwohl die Mitteldeutsche Zeitung trotz mehrerer Anläufe das Thema total ignorierte und keine Ankündigung druckte, und der gesamte BBK Vorstand durch Abwesenheit „glänzte“ und somit zum wiederholten male seine totale Ignoranz gegen die BBK Mitglieder demonstrierte.

 

Wieder einmal wurde die Chance verpasst, Reibung, die durch Kunst erzeugt wird, zum Wandel zum Besseren zu nutzen.

Diese Reibung, was ja nur eine Form von Energie ist, kann nämlich positiv und negativ nicht unterscheiden. Und es ist ihr auch völlig egal, ob sie vom Publikum als „anstrengend“ empfunden wird, oder nicht, sie ist ja nicht da um zu gefallen.

Sie ist einfach nur da und kann für eine Änderung genutzt werden, sofern diese gewollt wird.

Doch Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung und eben nicht Ignoranz.

Fazit aus dem Ausstellungsprojekt

(folgt in Kürze, warte noch auf Information und auf Klärung des Sachverhaltes)

Danke an Ruth Heftrig und Sarah Stark für die zur Verfügungstellung der Fotos.

Farbige Schatten für das Kinderkrankenhaus St Elisabeth 2004

Das Kinderkrankenhaus St Elisabeth in Halle war mein erstes großes Kunst am Bau Projekt nach dem Studium.

In einem Foyer im Wartebereich vor dem Zugang zum Kinderkrankenhaus sollte eine spielerische Atmosphäre geschaffen werden.

Dabei kam anlehnend an Goethes Farbenlehre der graue Kernschatten von Objekten und Personen umgeben von komplementären Farbsäumen zum Zuge.

Diplominstallation Dialog mit den Toten 2002

Aufbauend auf Platons Höhlengleichnis in dem dieser die Welt als Schattentheater beschreibt…

…entstand die Idee einen solchen Schattenraum zu bauen indem die  Besucher mit den Schattengestalten interagieren sollten.

An die 40 Petroleumlampen kamen zum Einsatz um die Schatten zum leben zu erwecken. Im ersten Raum betrat der der Besucher einen sich nach hinten verengendes Theaterspektakel, hervorgerufen durch allerlei Objekte aus Leder und Holz, die sich hinter dem Vorhang durch das Lodern des Petroleumlichtes bewegten.

Hin zu einem 2. Raum ganz in fluoreszentem Licht getaucht. Mit glitzerndem Kristallsalz auf dem Fussboden und lumineszenten Tafelbildern an der Wand.

 

Licht/Rauminstallation zu Goethe Farbenlehre 1999

Im Jahr 99, dem Goethejahr hatte ich den Auftrag, einen Raum mit thematischem Bezug zu Goethe Farbenlehre zu gestalten.

Nach der Lektüre der Farbenlehre von Goethe habe ich mir 2 Grundbausteine herausgesucht, mit denen ich den Raum zu einem sinnlichem Erlebnisraum gestaltete: Die farbigen Halbschatten und die Lichtbrechung durch ein Prisma.

Die Eröffnungsrede hielt der in Halle lebende prominente Goetheforscher Paul Rabe, der von meiner Arbeit sichtlich angetan war.  Die Ausstellung fand in der Galerie am Marktschlößchen im Zentrum von Halle/Saale statt. Zahlreiche Besucher kamen und staunten. Einige trauten Ihren Augen nicht.

Kunst der Liebe im Kabinett der Künste 2009

Aufruhr, Lichtmalerei im dunklen Raum von Istvan Seidel, kunst der liebe

Die Beschäftigung mit Ovids „Kunst der Liebe“ habe ich in der Lichtinstallation folgendermaßen thematisiert:

Ein völlig verdunkelter kleiner Raum, die Besucher bekamen bei Eintritt ein kleine LED Taschenlampe gegen einen Pfand ausgehändigt und können sich den Kunstraum so erleuchten.

Dazu liest ein Stimme die Liebesgedichte von Ovid, in denen Formen der Kunst der Liebe poetisch beschrieben werden. Mysteriöse Geräusche aus dem Kosmos sind zu hören.

Im Raum verteilt sind 5 gemalte Augen, umringt von aus Illustrierten abgemalten meist weiblichen Figuren. Im Zentrum ein nicht näher zu identifizierdendes gemaltes Objekt, ein Insekt?!?

In der Mitte des Raumes mehrere Behältnisse aus denen das Licht zu entweichen scheint. In ihnen mehrere persönliche Objekte.

Die Bilder, die Sie unten sehen, kamen zumeist in Langzeitbelichtungsaufnahmen zustande.

Eine für mich äußerst spannende und einmalige Kunstaktion.