Schwarz-Rot-Gold: ein Beitrag zur deutschen Einheit

Eine interaktive Lichtkunstinstallation in schwarz rot gold passend zur deutschen Bundestagswahl

Zum diesjährigen Tag des offenen Ateliers präsentierte ich etwas ganz Besonderes.

Neben neuen und älteren Tafelmalereien war in der Mitte des Raumes eine interaktive Lichtinstallation zu sehen, die den Titel „Schwarz-Rot-Gold“ trägt.

Es ist ein auf Augenhöhe aufgebocktes Kaleidoskop, mit insgesamt 6 seperaten Räumen, die wenn man schräg von oben reinschaut unendlich wirken.

Hier ein kurzes Video:

Gewidmet ist das Werk allen Deutschen und vor allem den Deutschinnen.

Und ein paar Standaufnahmen. Wie man in dem Video sieht, ädert sich jedes mal, wenn man rundgeht und in das Kaleidoskop schaut die Perspektive, die Lichter und die Farben:

 

Die Ausstellung bleibt noch bis zum 15. Oktober aufgebaut. Wenn Sie sie noch life sehen wollen, kontaktieren Sie den Künstler um einen Termin zu vereinbaren.

Genaue angaben zum Ort finden Sie hier.

Sehen Sie weitere Bilder meiner Arbeiten auf Pinterest.

Tage des offene Ateliers 2017 am 16. und 17.9.2017

Einmal im Jahr öffnen die Künstler des BBK ihre Ateliers für Besucher von 11-18 Uhr

 

Warum ich in diesem Jahr an einem so besonderen und außergewöhnlichem Ort, der Kleingartenanlage „Unsere Rast“ in der Ringstrasse 4 in Halle ausstelle, wird im Folgenden erklärt.

In erster Linie geht es um die Verbindung zwischen Natur und Kunst. Beide bedingen sich nämlich gegenseitig. Kunst ohne Inspiration aus der Natur ist nämlich nicht denkbar, wie es auch dieses kleine Gedicht von Goethe ausdrückt:

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.

Es gilt wohl nur ein redliches Bemühen!
Und wenn wir erst in abgemeßnen Stunden
Mit Geist und Fleiß uns an die Kunst gebunden,
Mag frei Natur im Herzen wieder glühen.

So ist’smit aller Bildung auch beschaffen.
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Höhe streben.
Wer Großes will, muß sich zusammenraffen;
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

Zum anderen geht es auch um die Demonstration, dass Kunst nicht nur im klassischen Atelier entstehen kann, sondern der Künstler von heute durchaus in der Lage ist, sich neue Räume zu erschließen und an außergewöhnlichen Orten Inspiration zu suchen.

Und so bin ich in der Tat die meiste Zeit draußen im Garten und beschäftige mich mit der Geometrie des Raumes, und vergleichsweise weniger in meinem 2qm großem Raum an den filigranen Tafelmalereien um Ölschicht über Ölschicht zu hauchen.

In diesem Jahr präsentiere ich aktuelle Tafelmalerei aus den letzten Jahren sowie ganz neue, erst vor kurzem fertiggestellte Arbeiten. Sowie als eine ganz besondere einmalige Gelegeneheit ein neues Lichtkunstobjekt, das so oder in der dieser Form noch nie zu sehen war. Also lassen Sie sich überraschen, viel mehr möchte ich dazu noch nicht verraten, nur daß es sich um eine Form des Unendlichkeitsraumes handelt.

Darüber hinaus möchte ich nach Gelegenheit Kurzvorträge über die Geometrie der Bienen, Raumenergie, sowie Räucherzeremonie der Indianer halten.

Für ganz zeitnahe Informationen folgen Sie meinem Telegram Channel über Kunst

Ich bin für die an beiden Tagen, (Samstag und Sonntag) von 11 bis 18 Uhr anwesend, und freue mich auf interessante und erfrischende Gespräche.

Adresse: Kleingartenanlage „Unsere Rast“, Ringstr 4, Garten Nr 29, (nicht zu übersehen, das ist der einzige Garten mit einem Tipi, in der Mitte der Anlage)

Sehen Sie hier eine Interaktiver Karte bei Google Maps sowie eine Pdf datei mit allen Infos.

Künstler als Gestalter der Welt, Installation im BBKarium Schaufenster

Tragen Künstler Verantwortung in unserer Gesellschaft und wenn ja, dann welche?

BBKarium Schaufenster
BBKarium

Dieser Frage nachzugehen war Inhalt meiner Installationsidee.

Meine Antwort darauf ist: Ja, sie tragen sie, oder sollten es zumindest für transformatorische Prozesse, in erster Linie dafür und eben nicht, wie gemeinhin geglaubt wird, ausschließlich für vermarktbare Ergebnisse, auf das jedoch der Kunstbetrieb meistens die Kunst/Künstler reduziert.

Diese transformatorischen Prozesse sind so etwas wie der Motor unserer Gesellschaft, ohne die die Evolution der Bewußtheit nicht stattgefunden hätte. Der Mensch wäre so zu sagen im Neandertal stehen geblieben.

Das wirft natürlich die Frage auf, was wird hier transformiert und wie lässt sich solch ein Prozeß beschreiben und von einer bloßen Abbildklauberei unterscheiden? Eine der möglicherweise mehreren Antworten könnte lauten: Ein ‚echter‘ transformatorischer Prozeß berührt den abstrakten Kern der Menschheit und bringt Erscheinungen hervor, die so, oder zumindest in diesem Kontext noch nicht gesehen wurden.

Weitere Antworten, oder zumindest Ansätze dafür sollten im Laufe des Entstehungsprozesses der Installation aufkommen und in Gang gebracht werden.“

Konflikte

Das Projekt war natürlich ein gesellschaftliches Experiment. Es hat den Nerv genau getroffen. Die Zahnräder, die sich auf Kopfdruck des Zuschauers drehen sollten, taten es nur bedingt.

Natürlich stand das als Sinnbild für das gesellschaftliche Funktionieren jedes Einzelnen im im allgemeinem und des Künstlers hier im BBK im Besonderen.

Wenn einzelne Zahnräder sich verkeilten oder ausleierten, somit den Betrieb des Getriebes aufhielten und manchmal sogar dazu führten, daß die innere Weltscheibe sich nicht mehr drehte, dann stand das natürlich sinnbildlich für das Nichtfunktionieren bestimmter Mechanismen in unserer Gesellschaft.

Immer wieder musste der Künstler, der ja die Verantwortung für den ganzen Ablauf trug eingreifen, sich mit den gegebenheiten der Mechanik auseinandersetzen und alle möglichen Kniffe und Tricks anwenden, um den Ablauf wieder zu gewährleisten. Nicht immer ist das gelungen und eben diese Demonstration des Gelingens, bzw. Nichtgelinges war die Kernidee der Intstallation.

Man konnte sehr gut beobachten, daß das Getriebe immer genau dann ins Stocken kam, wenn ein einzelnes Zahnrad (es gab große, mittlere und kleine davon) nicht mitmachte. Etwa ein Hinweis auf Egoismen einzelner Individuen, die sagen: „Ohne mich läuft nichts!“ und somit das Zustandekommen von Ereignissen blockieren, die eigentlich Wünschenswert gewesen wären?

Leider hat nicht jeder diesen Zusammenhang verstanden, bzw. verstehen wollen. So musste ich zu meinem Bedauern feststellen, daß die 2. Vorsitzende des BBK entweder zu kopfschwach ist, diese einfache Analogie, mit der sogar Kinder etwas anfangen konnten auf den Verein, in dem es stattgefunden hat zu beziehen, oder schlicht und ergreifend keine Lust dazu hatte.

Es wurde mir vorgeworfen, die Leute wären nicht gekommen, weil mein Thema zu „anstrengend“ wäre.  Ganz so, als ob das Publikum aus dem BBK Umfeld nur „leichte“ Kost erwarten würde.

Wie absurd dieser Vorwurf ist, beweisen folgende Fotos. Es waren nämlich sehr wohl Leute da und zwar mehr als ich erwartet hatte. Und das obwohl die Mitteldeutsche Zeitung trotz mehrerer Anläufe das Thema total ignorierte und keine Ankündigung druckte, und der gesamte BBK Vorstand durch Abwesenheit „glänzte“ und somit zum wiederholten male seine totale Ignoranz gegen die BBK Mitglieder demonstrierte.

 

Wieder einmal wurde die Chance verpasst, Reibung, die durch Kunst erzeugt wird, zum Wandel zum Besseren zu nutzen.

Diese Reibung, was ja nur eine Form von Energie ist, kann nämlich positiv und negativ nicht unterscheiden. Und es ist ihr auch völlig egal, ob sie vom Publikum als „anstrengend“ empfunden wird, oder nicht, sie ist ja nicht da um zu gefallen.

Sie ist einfach nur da und kann für eine Änderung genutzt werden, sofern diese gewollt wird.

Doch Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung und eben nicht Ignoranz.

Fazit aus dem Ausstellungsprojekt

(folgt in Kürze, warte noch auf Information und auf Klärung des Sachverhaltes)

Danke an Ruth Heftrig und Sarah Stark für die zur Verfügungstellung der Fotos.