Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention

Anlässlich meines Stipendiums „Gläserner Untergrund und künstlerische Intervention“ präsentierte ich eine Lichtvitrine im Stadtmuseum Halle.

Neben Offiziellen der Stadt waren auch viele geladene Gäste bei der Vernissage anwesend und konnten sich von der hohen Qualität und künstlerischen Vielfältigkeit der Ausstellung überzeugen.

Sehen Sie hier eine Auswahl der zahlreichen Abbildungen.

 

Künstler als Gestalter der Welt, Installation im BBKarium Schaufenster

BBKarium Schaufenster

Tragen Künstler Verantwortung in unserer Gesellschaft und wenn ja, dann welche?

Dieser Frage nachzugehen war Inhalt meiner Installationsidee.

Meine Antwort darauf ist: Ja, sie tragen sie, oder sollten es zumindest für transformatorische Prozesse, in erster Linie dafür und eben nicht, wie gemeinhin geglaubt wird, ausschließlich für vermarktbare Ergebnisse, auf das jedoch der Kunstbetrieb meistens die Kunst/Künstler reduziert.

Diese transformatorischen Prozesse sind so etwas wie der Motor unserer Gesellschaft, ohne die die Evolution der Bewußtheit nicht stattgefunden hätte. Der Mensch wäre so zu sagen im Neandertal stehen geblieben.

Das wirft natürlich die Frage auf, was wird hier transformiert und wie lässt sich solch ein Prozeß beschreiben und von einer bloßen Abbildklauberei unterscheiden? Eine der möglicherweise mehreren Antworten könnte lauten: Ein ‚echter‘ transformatorischer Prozeß berührt den abstrakten Kern der Menschheit und bringt Erscheinungen hervor, die so, oder zumindest in diesem Kontext noch nicht gesehen wurden.

Weitere Antworten, oder zumindest Ansätze dafür sollten im Laufe des Entstehungsprozesses der Installation aufkommen und in Gang gebracht werden.“

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Farbige Schatten für das Kinderkrankenhaus St Elisabeth 2004

Ansicht der Schattenwandpanele

Das Kinderkrankenhaus St Elisabeth in Halle war mein erstes großes Kunst am Bau Projekt nach dem Studium.

In einem Foyer im Wartebereich vor dem Zugang zum Kinderkrankenhaus sollte eine spielerische Atmosphäre geschaffen werden.

Dabei kam anlehnend an Goethes Farbenlehre der graue Kernschatten von Objekten und Personen umgeben von komplementären Farbsäumen zum Zuge.

Diplominstallation Dialog mit den Toten 2002

Aufbauend auf Platons Höhlengleichnis in dem dieser die Welt als Schattentheater beschreibt…

…entstand die Idee einen solchen Schattenraum zu bauen indem die  Besucher mit den Schattengestalten interagieren sollten.

An die 40 Petroleumlampen kamen zum Einsatz um die Schatten zum leben zu erwecken. Im ersten Raum betrat der der Besucher einen sich nach hinten verengendes Theaterspektakel, hervorgerufen durch allerlei Objekte aus Leder und Holz, die sich hinter dem Vorhang durch das Lodern des Petroleumlichtes bewegten.

Hin zu einem 2. Raum ganz in fluoreszentem Licht getaucht. Mit glitzerndem Kristallsalz auf dem Fussboden und lumineszenten Tafelbildern an der Wand.

 

Licht/Rauminstallation zu Goethe Farbenlehre 1999

Prismaprojektion in rot zu Goethes Farbenlehre

Im Jahr 99, dem Goethejahr hatte ich den Auftrag, einen Raum mit thematischem Bezug zu Goethe Farbenlehre zu gestalten.

Nach der Lektüre der Farbenlehre von Goethe habe ich mir 2 Grundbausteine herausgesucht, mit denen ich den Raum zu einem sinnlichem Erlebnisraum gestaltete: Die farbigen Halbschatten und die Lichtbrechung durch ein Prisma.

Die Eröffnungsrede hielt der in Halle lebende prominente Goetheforscher Paul Rabe, der von meiner Arbeit sichtlich angetan war.  Die Ausstellung fand in der Galerie am Marktschlößchen im Zentrum von Halle/Saale statt. Zahlreiche Besucher kamen und staunten. Einige trauten Ihren Augen nicht.

Kunst der Liebe im Kabinett der Künste 2009

Aufruhr, Lichtmalerei im dunklen Raum von Istvan Seidel, kunst der liebe

Die Beschäftigung mit Ovids „Kunst der Liebe“ habe ich in der Lichtinstallation folgendermaßen thematisiert:

Ein völlig verdunkelter kleiner Raum, die Besucher bekamen bei Eintritt ein kleine LED Taschenlampe gegen einen Pfand ausgehändigt und können sich den Kunstraum so erleuchten.

Dazu liest ein Stimme die Liebesgedichte von Ovid, in denen Formen der Kunst der Liebe poetisch beschrieben werden. Mysteriöse Geräusche aus dem Kosmos sind zu hören.

Im Raum verteilt sind 5 gemalte Augen, umringt von aus Illustrierten abgemalten meist weiblichen Figuren. Im Zentrum ein nicht näher zu identifizierdendes gemaltes Objekt, ein Insekt?!?

In der Mitte des Raumes mehrere Behältnisse aus denen das Licht zu entweichen scheint. In ihnen mehrere persönliche Objekte.

Die Bilder, die Sie unten sehen, kamen zumeist in Langzeitbelichtungsaufnahmen zustande.

Eine für mich äußerst spannende und einmalige Kunstaktion.